Die Geschichte des Volkslanglaufs Toblach-Cortina

…alles dank eines starken Schneefalls

Der Volkslanglauf Toblach-Cortina, der vierzig Jahre Geschichte hinter sich hat, hat dem Sport schon viel geschenkt und wird uns noch viel geben. Am Samstag und am Sonntag wird es den 41. Volkslanglauf Toblach-Cortina geben, der ein "kulturelles" und sportliches Ereignis zwischen zwei verschiedenen Regionen darstellt.
Die alte Zugstrecke, die Toblach (BZ) mit Cortina d'Ampezzo (BL) verband, wurde im Laufe der Zeit zu einer echten "Achse" für den Langlauf im Südtirol und Belluno. Eine der Besonderheiten dieses Ereignisses ist die Beteiligung zweier Provinzen, Bozen und Belluno: Das stellt ein Symbol für die historischen und geographischen Beziehungen zwischen den beiden Dolomitengemeinden Toblach und Cortina dar. Die Strecke startet am Militärflughafen von Toblach und geht dann durch das faszinierende Höhlensteintalund und den Gemärkpass – den höchsten Punkt der Strecke auf 1530 Metern.
Das Programm der Visma Ski Classics, die Ski Langlauf Meisterschaft der langen Distanzen, ist nach der Marcialonga auch für die 50 km am Samstag attraktiv: von der Toblacher Ebene über den Gemärkpass durch die Dolomiten der UNESCO-Welterbe und eine Schleife in Fiames (wo die 30km skating am Sonntag startet) bis ins Dorfzentrum von Cortina.
Die lange Geschichte des Volkslanglaufs Toblach-Cortina wurde am 3. April 1977 nach einem starken Schneefall geboren. Der ehemalige Olympia-Skifahrer Alfredo "Fredy" Dibona ging zu Herbert Santer, dem heutigen Vorsitzenden des Organisationskomitees, und schlug vor: „Warum organisieren wir nicht ein Langlaufrennen?“ Heute ist Alfredo nicht mehr da, während Herbert Santer immernoch an der Spitze der Veranstaltung steht und die operative Leitung an seine Töchter Nathalie und Stephanie delegiert. Die Cortina-Seite wurde von einer Gruppe von Jugendlichen organisiert, die auch Turniere für andere Sportarten organisierten u.a. Luciano Da Pozzo, Giancarlo Ferro als Sponsor und der Sportverein Cortina. Mit dem Ereignis beschloss diese Gruppe von Freunden sich an die Vermissten der Huascaran-Expedition zu erinnern: Raniero Valleferro und Carlo Demenego.
Das erste Mal wurde der Wettkampf in kurzer Zeit und auf einer anderen und verkürzten Strecke organisiert. Es gab 243 Teilnehmer (mehr als 300 Anmeldungen) und der Sieg ging an einen (damals) unbekannten Langläufer aus Belluno, Maurilio De Zolt. Ab dem zweiten Lauf wurde es beschlossen, die Ziellinie vor den Glockenturm von Cortina zu bringen, und die Teilnehmerzahl war so groß, dass die Gemeinden es für ratsam hielten, einige Verbesserungen an der Strecke vorzunehmen, um eine perfekte Leistung des Rennens zu gewährleisten. Dieses Jahr wird die Strecke nicht am Glockenturm, sondern am Bahnhof von Cortina ankommen zur Gewährleistung der Sicherheit und des Straßenmanagements wie es vor ungefähr einem Jahrzehnt war: "Wir überqueren drei Straßen, eine Provinz- und zwei Gemeindestraßen, das Dorfzentrum ist ein landschaftlich reizvolles Gebiet, die Teilnehmer werden trotzdem durch einen Teil des Zentrums fahren, wenn sie am alten Bahnhof ankommen werden", sagt Luigi Alverà, der Sportstadtrat von Cortina.
Der Toblach-Cortina Volkslanglauf kann immer auf die Unterstützung und Hilfe der „Alpini“ und vieler einfachen Leute rechnen. Am Wettkampf haben in den Jahren Sportler wie Maurilio De Zolt, Maria Canins, Giorgio Vanzetta, Giuseppe Ploner, Manuela Di Centa, Silvano Barco, Bice Vanzetta, Magda Geniun, Gaudenzio Godioz, Faustino Bordiga, und Tord Asle Gjerdalen teilgenommen. Es gibt aber Sportler , die eine besondere Liebe für den Toblach-Cortina Volkslanglauf  fühlen: Das sind die „Senatoren“, die an allen 40. Läufen teilgenommen haben, Sergio Bachmann aus Cortina, Vittorio Dall'O aus Piacenza, Giuseppe Floridia aus Borca di Cadore und Hansjörg Bergmann aus Toblach.
In der letzten Etappe der Ski Classics ist der Russe Ilya Chernousov schneller als fünf Norweger gewesen. Diesmal wird es neben ihm auch Sergej Ustiugov am Start geben, der 6 WM-Medaillen gewonnen hat,18 Mal zum Podium im Weltcup gegangen ist, die Tour de Ski 2017 gewonnen hat und nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen wird.
Am Samstag startet die 50km lange Strecke von Toblach um 8.30 Uhr (Elite-Frauen) und um 9.00 Uhr für alle anderen. Der Sonntag beginnt stattdessen um 10 Uhr morgens mit dem skating Wettkampf von Cortina bis Toblach.