Gjerdalen triumphiert im Volkslanglauf Toblach-Cortina

Ustiugov 3. und Chernousov out, bei den Frauen gewinnt wieder Norgren

Am 3. April 1977 wurde der Volkslanglauf Toblach-Cortina, der Skimarathon von Toblach (BZ) nach Cortina d' Ampezzo (BL) nach einem heftigen Schneefall geboren. Heute hat er seine 41. Ausgabe mit einem spannenden Wettkampf im Rahmen der Visma Ski Classics gefeiert. Bei den Frauen setzte sich wieder Britta Johansson Norgren durch, die bisher alle Wettkämpfe der Visma Ski Classics gewonnen hat und bei den Herren gewann der Norweger Tord Asle Gjerdalen bereits zum 3. Mal in Folge.
Nach der unerwarteten Niederlage bei der Marcialonga in Fleims- und Fassatal kehrte Tord Asle Gjerdalen (2:15:43.1) auf der 50 km langen klassischen Strecke zum Erfolg zurück und siegte vor Andreas Nygaard (2:15).43.6) und Sergey Ustiugov (2:15.43.7), der dank dem Trentino Team Futura für die Langdistanz an den Start ging. Ilya Chernousov war auf dem zweiten Platz gelandet, bevor er wegen Behinderung disqualifiziert wurde (zweite Sanktion nach der ersten bei Marcialonga - automatisch disqualifiziert). Niemand wollte nach dem Start die Führung übernehmen und das hat das Finale spannender gestaltet. Der beste Italiener war Mauro Brigadoi, auf Platz 15 in 2:15.48.

Bei den Frauen gab es einen weiteren sportlichen Zweikampf zwischen der Schwedin Britta Johansson Norgren (2:46.12.07) und der Tscheche Katerina Smutna (2:46.12.39), die sich beide bei halber Strecke von den anderen Athleten absetzen konnten. Dritter Platz erneut für Lina Korsgren (2:46).31) nach dem dritten Platz in Marcialonga unter den neugierigen Augen von Kristian Ghedina der bereits beim Final Climb bei der letzten Tour de Ski dabei war: Diese Langläufer sind unglaublich, sie haben eine gewaltige Kraft in den Armen und kommen dann ins Ziel und sehen so frisch wie Gänseblümchen aus"!
Nach dem Start am Militärflughafen in Toblach, wo die Frauen eine halbe Stunde früher als die Männer gestartet sind, waren Norgren und Smutna von Beginn an die Aggressivsten. Aber der Schnee, der in der Nacht gefallen ist, hat die Strecke erheblich erschwert und niemand hat den Mut gehabt, sofort loszulegen. Die spektakuläre Nordic Arena hat dann den Wettkampf animiert. Ein Athlet, der an vielen Rennen in der Nordic Arena teilgenommen hat, ist Sergey Ustiugov.
Vom Toblacher See bis zum Kraftwerk in Höhlenstein und auf dem 20. Kilometer beim Kriegsfriedhof „Sorgenti“ sehen Lina Kosgren und Sara Lindborg nach Norgren und Smutna wie die frischesten aus. Die Drei Zinnen waren der eindrucksvollste Punkt der Strecke bei Km 25. Der Gemärkpass war der höchste Punkt auf einer Höhe von 1.529 Metern. Der richtige Wettkampf beginnt aber erst im Gebiet von Ospitale (km 38.5): Ilya Chernousov kollidiert mit Stian Hoelgaard und bekommt dafür eine zweite Karte nach der, die er in Marcialonga bekommen hat, und wird daher am Ende disqualifiziert. Anders Aukland übernimmt die Führung und versucht für seinen Teamkollegen Gjerdalen zu arbeiten und sie gewinnen elf Sekunden auf die Verfolgergruppe.
Bei der Passage im Tunnel der alten Eisenbahn haben Smutna und Norgren immer noch Kontakt mit der Spitze der Frauen. Siebzehn Athleten folgen Aukland aber die Verfolgergruppe schafft es 7,9 km vor der Ziellinie die Lücke zu schließen. Berdal ist zweiter vor dem letzten Sprint, den Gjerdalen gewinnt: "Sehr schwieriges Rennen, ich hatte tolle Skier in den letzten 5 km", der vor Nygaard und Ustiugov angekommen ist. Ustiugov war bei seinem ersten richtigen Volkslanglauf: "Ich war gelangweilt, so lange zu laufen, fantastische Location, wo ich an vielen Rennen teilgenommen habe und mehrmals trainiert habe". Die Enttäuschung über den zweiten Platz beeinflusst unweigerlich die Worte des disqualifizierten Chernousov: "Fragt die Jury, was passiert ist, vielleicht bezahle ich den Preis dafür, Russe zu sein".

Bei den Frauen gewinnt Norgren vor Smutna. Die Schwedin ist überglücklich :"Der Schnee war langsam und niemand wollte die Führungsarbeit übernehmen, aber das letzte Stück war sehr schnell und das Ambiente war unglaublich. Ich habe jedes Visma Ski Classics Rennen gewonnen und das ist verrückt.

OK Präsident Herbert Santer: "Ich möchte mich bei allen freiwilligen Helfern bedanken, ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich.

Morgen findet das 30 km Skating-Rennen von Fiames bis zur Nordic Arena in Toblachstatt: Start um 10 Uhr.