32 km Skating: "Technisches K.O" Underdog Shakirzyanov gewinnt vor Gjerdalen

Raul Shakirzyanov gewinnt gegen Gjerdalen im Endspurt, Liederer ist Dritter - Céline Choppard-Lallier (FRA) vor Larsson und Seebacher - Gjerdalen und Larsson gewinnen die Kombination.

Der zweite Tag des Volkslaufs Toblach-Cortina war wirklich überraschend. 800 Athleten nahmen am heutigen 32 km langen Skating Rennen vom Militärflughafen Toblach bis Cortina teil. Der Russe Shakirzyanov gewann überraschend mit einem großen "technischen K.o.", wie Buster Douglas gegen Mike Tyson oder Andy Ruiz Jr. gegen Anthony Joshua, um nur einige zu nennen. Niemand hätte gedacht, dass der ‚Underdog’ den Favoriten schlagen könnte. Tord Asle Gjerdalen wurde Zweiter nach einem Sprint gegen den Russen. Wahrscheinlich hat er seinen Gegner unterschätzt und hat deswegen verloren. Der Russe sagte nicht viel, aber er stellte fest: „Gjerdalen? Ja, er ist stark in der klassischen Technik, aber Raul ist stärker im Skating!“ Das war ein gutes Training für den Norweger, der immer Ray-Ban Brille trägt. Er hat Challengers Punkte verdient und die Kombination aus dem Classic und dem Skating Rennen gewonnen und wird bis Donnerstag die wunderschönen Landschaften in Toblach und Cortina genießen.

Dann wird er am nächsten Visma Ski Classics Rennen teilnehmen: „Das ist meine erste große Liebe! Ich vermisse Skating, diese Technik sollte es auch in der Visma Ski Classics geben. Es gibt viele stärke Skating Langläufer aus Italien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Wenn es in der Meisterschaft Skating Rennen geben würden, würden auch viele neue Langläufer an Visma Ski Classics teilnehmen“. Eine echte Überraschung, denn Shakirzyanov hat noch nie an einem Visma Ski Classics Rennen teilgenommen, während Gjierdalen ein Weltcup-Athlet (zwei WM-Goldmedaillen) war und bereits dreimal den Toblach-Cortina in der klassischen Technik gewonnen hat. Niklas Liederer wurde Dritter.

Bei den Frauen triumphierte Céline Choppard-Lallier (FRA) vor Jenny Larsson (SWE) und Anna Seebacher (AUT). Antonella Confortola, die eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2006 gewonnen hat, wurde Fünfte. Sie ist nach der Geburt ihrer Tochter wieder zurück. Die Französin war sehr zufrieden: „Ich bin sehr glücklich, es war ein schöner Tag. Das ist das erste Mal, dass ich an diesem Rennen teilnehme. Die Strecke war perfekt. Wir waren zu dritt am Anfang, dann habe ich die Führung übernommen und versucht, so weit wie möglich ins Ziel alleine zu kommen, die Strategie hat funktioniert". Die beiden Rennen waren sehr schnell. Die Männer haben bis auf der Zielgerade um den Sieg gekämpft und die Frauen haben ein konstantes Tempo gehalten und kamen fast zusammen ins Ziel.

Der Präsident des Organisationskomitees Herbert Santer war sehr zufrieden und der Bürgermeister von Cortina Gianpietro Ghedina hat die Athleten im Ziel erwartet: „Eine wunderbare Ausgabe, die Fernsehbilder unserer Landschaften waren fabelhaft. Toblach und Cortina sind immer kulturell und sportlich miteinander verbunden gewesen. Und nun weiter so bis zu den Olympischen Spielen 2026". Im Zielbereich gab es ein richtiges Fest mit schönen Farben. Alle waren mit dem Wochenende zufrieden. Norweger und Russen hatten italienische Langlaufanzüge an während die Italiener mit norwegischen Hüten rumliefen. Insgesamt gab es mehr als 2000 Teilnehmer, die die Ziellinie erreicht haben, darunter auch viele ausländische Langläufer. Es war eine wunderbare Ausgabe des Volkslanglaufes Toblach - Cortina.