Russen und Schweden feiern

Die Visma-Ski-Classics-Rennen am Sonntag wurden zur Show - Lina Korsgren und Ermil Vokuev gewinnen auf der neuen 38 km langen Strecke in klassischer Technik. Dahl und Fleten auf Podest bei den Damen, bei den Herren Kardin und Persson. Starke Leistung vom Team Robinson: Cerutti und Patini gewinnen in klassischer Technik

Eine neue Strecke und viel Schnee prägten den Sonntag beim Volkslanglauf Toblach-Cortina. Das traditionelle Rennen enttäuschte auch diesmal nicht. Nach einer komplizierten Organisation und mehreren Programmänderungen war es schließlich der Erfahrung und der Motivation der Organisatoren zu verdanken, dass die Athleten trotz der ergiebigen Schneefälle der letzten Tage auch diesmal in absoluter Sicherheit das Rennen absolvieren konnten. Die umliegenden Berge und die Schneelandschaft sorgten außerdem für ein einzigartiges Panorama.

Die von Sarah Zardini gesungene Mameli-Hymne eröffnete den Wettkampftag um 8.20 Uhr. Als erstes gingen die Athleten der prestigeträchtigen Visma-Ski-Classics-Rennserie an den Start. Ein Rennen, das bei den Damen vor allem auf den ersten Kilometern umkämpft war. Nach dem „Bonus Sprint“ bei der Nordic Arena in Toblach war es die Schwedin Lina Korsgren, die sich vom Rest des Feldes absetzen konnte und sich den Sieg holte. Auf dem zweiten Platz folgte ihre Landsfrau Ida Dahl. Die Norwegerin Emilie Fleten holte den dritten Platz und komplettierte somit das „nordische“ Podest. Als beste Italienerin landete Sara Pellegrini vom Team Robinson auf dem 20. Platz.

Beim Rennen der Herren, das um 10.30 Uhr begann, war hingegen bis zum Schluss Spannung garantiert. Ein Quintett kämpfte bis zuletzt um den Sieg. Der Russe Ermil Vokuev versuchte sich in der zweiten Runde beim Kriegerfriedhof abzusetzen, die „nordische“ Gruppe unter der Führung von Oskar Kardin reagierte jedoch umgehend. Kardin, Emil Persson, Morten Eide Pedersen, Stian Hoelgaard und Petter Eliassen blieben dran. In der Nordic Arena entwickelte sich schließlich ein Herzschlagfinale. Dabei kam es zum Zielsprint zwischen vier Athleten. Hierbei setzte sich der Russe Vokuev gegen die Skandinavier in einem regelrechen Fotofinish durch:  Für Kardin, Persson und Eide Pedersen blieben nur die Plätze zwei, drei und vier. Als bester Italiener landete Mauro Brigadoi vom „Team Sottozero Trentino Team Zorzi Max“ auf Platz 29.

Nach den Profi-Rennen der Visma-Ski-Classics waren ab 12.30 Uhr schließlich die Athleten im Freistil-Rennen an der Reihe. Etwa zehn Minuten später startete das Klassik-Rennen über 30 Kilometer. Auch bei diesen Rennen „von nationalem Interesse“ befanden sich Start und Ziel in Toblach. Im Skating sicherte sich der Franzose Thomas Chambellant dank eines starken Zielsprints den Sieg. Bei den Damen feierte seine Landsfrau Céline Chopard Lallier hierbei hingegen einen souveränen Sieg.

Während das Freistil-Rennen von den Franzosen geprägt wurde, setzten sich im Klassik-Rennen die Italiener durch. Lorenzo Cerutti (Team Robinson) holte den Sieg bei den Herren. Asia Patini vom Team Robinson feierte einen klaren Sieg bei den Damen. Team Robinson-Athletin Caterina Piller holte den zweiten Platz und rundete somit ein perfektes Ergebnis für das Trentiner Team ab.

Am Ende des Wettkampftages zog Rennleiterin Nathalie Santer trotz aller Schwierigkeiten ein positives Fazit: „Es gab einiges zu tun: Schnee und vor allem die Corona-Sicherheitsmaßnahmen. Wir haben das Bestmögliche daraus gemacht. Wir haben die besten Lösungen gesucht, um alle vier Rennen an einem Tag zur Zufriedenheit aller Athleten abzuwickeln. Es war nicht einfach.“

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