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Armellini setzt sich in Toblach durch. Börjesjö und die „Wikingerinnen“ in der Nordic Arena

Armellini entscheidet das Rennen im Zielsprint gegen Busin,  Dreifach-Podium für Skandinavien bei den Frauen – Börjesjö vor Kettunen und Ivarsson

Über 500 Teilnehmende bei dieser eindrucksvollen 49. Ausgabe.
Ein Fotofinish war nötig, um den Sieger des 49. Volkslaufs Toblach–Cortina am ersten Wettkampftag in klassischer Technik zu bestimmen. Mattia Armellini (Team Futura) und Lorenzo Busin (Team Internorm) lieferten sich nach 26 hart umkämpften Kilometern ein hochklassiges Duell um den prestigeträchtigen Tagessieg. Bei den Frauen gab es ein rein skandinavisches Podium: Malin Börjesjö (Team Internorm) setzte sich mit einer klugen Renneinteilung durch. Die Schwedin forcierte das Tempo früh, ließ die Finnin Oona Kettunen (Team Futura) im zweiten Umlauf nochmals herankommen, setzte sich im Finale jedoch erneut entschieden ab. Rang drei ging an ihre Teamkollegin Emma Ivarsson.

Strahlender Sonnenschein, perfekte Loipen, angenehme Temperaturen von –2 °C und ein internationales Teilnehmerfeld aus 30 Nationen sorgten für beste Bedingungen in der Nordic Arena Toblach. Aufgrund des schneearmen Winters wurde die Strecke auf 26 Kilometer angepasst: Zwei selektive Runden führten teilweise über Weltcup-Loipen sowie hinaus zum Toblacher See und hinauf zum Kriegsfriedhof.
Der Start des ersten Blocks mit Elite-Athleten und ambitionierten Amateuren erfolgte um 9.30 Uhr, eine Stunde später gingen die weiteren Startgruppen ins Rennen. Eine königliche Fahrt auf jenen Loipen, die erst vor zwei Wochen Schauplatz der Tour de Ski waren.
Schon früh löste sich die Spitze vom Feld. Armellini und Ferrari bestimmten das Tempo, dicht gefolgt von Busin, Rinner und Stefano Mich, während Riccardo Mich die Verfolgergruppe anführte – unter Druck von Amhof und Lorenzi. An der Spitze wechselten sich die Protagonisten mehrfach ab. Busin profitierte zunächst von der Unterstützung seines Teamkollegen Ferrari, während Armellini auf den richtigen Moment lauerte. Im kurzen Schlussanstieg zur Stadionpassage holte Armellini Ferrari ein und lieferte sich ein intensives Duell mit Busin. Erst der finale Spurt mit einer perfekten Scherenbewegung entschied das Rennen zugunsten von Armellini – um wenige Zentimeter vor Busin. Ferrari sicherte sich zunächst Rang drei vor Thomas Rinner und Stefano Mich (zeitgleich). Nach Abschluss der Flower Ceremony folgte jedoch die Wende: Die Jury disqualifizierte Ferrari wegen unerlaubten Skatings in der klassischen Technik. Damit ging Bronze offiziell an Thomas Rinner vor den Brüdern Mich.

Auf diesen Loipen ist Dietmar Nöckler groß geworden, und heute hielt die Familie die Fahne hoch: Bruder Ivo Nöckler belegte Rang acht, Vater Friedrich Nöckler (Jahrgang 1953) wurde starker 39. und ließ dabei sogar einen Athleten des Jahrgangs 2002 hinter sich – Chapeau!

Beim Frauenrennen überzeugte Malin Börjesjö mit taktischer Reife. Sie kontrollierte das Rennen an der Spitze, ließ Kettunen hoffen und setzte sich im Finale erneut entschlossen ab. Im Ziel betrug ihr Vorsprung 42 Sekunden. Freude und ein Hauch von Enttäuschung lagen bei ihr nah beieinander: Während sie siegte, musste ihr Lebens- und Teampartner Lorenzo Busin mit Rang zwei Vorlieb nehmen. Emma Ivarsson sicherte sich Platz drei (+3:21) nach einem langen Duell mit der Österreicherin Anna Schmidhofer (zeitgleich). Beste Italienerin wurde Anna Giordan auf Rang fünf.