Compagnoni gewinnt den 49. Toblach-Cortina, Super-Kettunen gewinnt das Rennen und die Kombination

Zweiter Wettkampftag in der Nordic Arena mit 26 km Skating:
Compagnoni taktisch klug: wartet, attackiert und siegt – Amhof Dritter und Kombinationssieger. Oona Kettunen allein an der Spitze: Sieg im Rennen und klare Dominanz in der Kombination

Eiskalter Blick und Muskeln aus Stahl. Die Finnin Oona Kettunen (Team Futura) ist die Siegerin des Volkslaufs Toblach–Cortina in der freien Technik. Mit dem zweiten Platz vom Vortag im klassischen Stil sicherte sie sich zudem souverän den Sieg in der Kombinationswertung. Bei den Männern setzte sich heute Luca Compagnoni (Team Internorm) durch, ein Rennen, das Mitte der zweiten Runde entschieden wurde.

Grauer, beinahe bedrohlicher Himmel, dieselben Loipen wie am Vortag, diesmal jedoch für die freie Technik präpariert: Über 500 Athletinnen und Athleten gingen auf die 26 Kilometer lange Strecke, die teilweise durch das Langlaufstadion der Nordic Arena Toblach führte und über eine Zusatzschleife bis hinauf zum Kriegsfriedhof reichte. Im Finale setzte Compagnoni einen entschlossenen Angriff, löste sich von der Konkurrenz und lief einem verdienten Sieg entgegen, geschickt abgeschirmt von seinem Teamkollegen Davide Battagini. Es war bereits sein zweites Podium innerhalb einer Woche nach Rang zwei bei dem 3 Zinnen Ski Marathon am vergangenen Sonntag. Allein erreichte er die Zielgerade und feierte mit der Siegerkrone um den Hals einen Vorsprung von 12 Sekunden auf den jungen Battagini (Jahrgang 2005), der sich bei seinen ersten Volkslauf-Erfahrungen eindrucksvoll präsentierte. Rang drei belegte der Südtiroler Manuel Amhof (+14 Sekunden), der vor allem die Kombinationswertung im Blick hatte. Eine Rechnung, die aufging: Amhof gewann diese mit deutlichem Vorsprung vor Ivo Nöckler. Hinter dem Podium entwickelte sich ein spannender Sprint um Rang vier, den Julian Brunner für sich entschied – vor Pider, dem Deutschen Debertin und dem Spanier Betriu.

Im Frauenrennen stellte Oona Kettunen früh die Weichen auf Sieg. Bereits nach der ersten Runde hatte sie einen Vorsprung von rund einer Minute herausgearbeitet, den sie trotz des etwas langsamen Schnees weiter ausbaute. Dahinter versuchte Julia Kuen, die erst in der Nacht vom Dolomitenlauf (den sie gewonnen hatte) angereist war, den Rückstand zu verkürzen. Doch die Ski spielten nicht optimal mit, sodass sie sich darauf konzentrierte, ihren zweiten Platz souverän abzusichern, ungefährdet vor der Französin Océane Bepoix. Die drei Athletinnen erreichten das Ziel mit deutlichen Abständen. Kettunen bestätigte dabei eindrucksvoll ihre Überlegenheit nach der Anstrengung des Vortages: eine herausragende Leistung, unterstrichen durch lediglich fünf Minuten Rückstand auf den schnellsten Mann des Tages.

Das Rennen zählte zugleich als italienische Amateur-Meisterschaft, mit Siegen für Compagnoni und Kuen. Bei den italienischen Master-Meisterschaften gingen die Titel in den verschiedenen Kategorien an: Julian Brunner (M1), Marco Mosconi (M2), Francesco Benetti (M3), Francesco Mich (M4) und Friedrich Nöckler. Bei den Frauen siegten: Marta Fabris (F1), Camelia Csernescki (F2), Paola Leonardi (F3) und Carla Vitella (F4).

Zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung zeigte sich Herbert Santer, Präsident des Organisationskomitees, sehr zufrieden: mit den Teilnehmerzahlen, dem gelungenen, wenn auch wetterbedingt notwendigen, Kompromiss bei der Streckenführung sowie mit den internationalen Podestplätzen an beiden Wettkampftagen. Kaum ist der Vorhang über die Ausgabe 2026 gefallen, richtet sich der Blick bereits nach vorne: Der 50. Volkslauf soll wieder mit dem Ziel unter dem Glockenturm von Cortina enden, Präsidentenwort. Vizepräsident Igor Gǒmbac, Koordinator der Cortina-Gruppe, quittierte dies mit einem vielsagenden Augenzwinkern.

Armellini setzt sich in Toblach durch. Börjesjö und die „Wikingerinnen“ in der Nordic Arena

Armellini entscheidet das Rennen im Zielsprint gegen Busin,  Dreifach-Podium für Skandinavien bei den Frauen – Börjesjö vor Kettunen und Ivarsson

Über 500 Teilnehmende bei dieser eindrucksvollen 49. Ausgabe.
Ein Fotofinish war nötig, um den Sieger des 49. Volkslaufs Toblach–Cortina am ersten Wettkampftag in klassischer Technik zu bestimmen. Mattia Armellini (Team Futura) und Lorenzo Busin (Team Internorm) lieferten sich nach 26 hart umkämpften Kilometern ein hochklassiges Duell um den prestigeträchtigen Tagessieg. Bei den Frauen gab es ein rein skandinavisches Podium: Malin Börjesjö (Team Internorm) setzte sich mit einer klugen Renneinteilung durch. Die Schwedin forcierte das Tempo früh, ließ die Finnin Oona Kettunen (Team Futura) im zweiten Umlauf nochmals herankommen, setzte sich im Finale jedoch erneut entschieden ab. Rang drei ging an ihre Teamkollegin Emma Ivarsson.

Strahlender Sonnenschein, perfekte Loipen, angenehme Temperaturen von –2 °C und ein internationales Teilnehmerfeld aus 30 Nationen sorgten für beste Bedingungen in der Nordic Arena Toblach. Aufgrund des schneearmen Winters wurde die Strecke auf 26 Kilometer angepasst: Zwei selektive Runden führten teilweise über Weltcup-Loipen sowie hinaus zum Toblacher See und hinauf zum Kriegsfriedhof.
Der Start des ersten Blocks mit Elite-Athleten und ambitionierten Amateuren erfolgte um 9.30 Uhr, eine Stunde später gingen die weiteren Startgruppen ins Rennen. Eine königliche Fahrt auf jenen Loipen, die erst vor zwei Wochen Schauplatz der Tour de Ski waren.
Schon früh löste sich die Spitze vom Feld. Armellini und Ferrari bestimmten das Tempo, dicht gefolgt von Busin, Rinner und Stefano Mich, während Riccardo Mich die Verfolgergruppe anführte – unter Druck von Amhof und Lorenzi. An der Spitze wechselten sich die Protagonisten mehrfach ab. Busin profitierte zunächst von der Unterstützung seines Teamkollegen Ferrari, während Armellini auf den richtigen Moment lauerte. Im kurzen Schlussanstieg zur Stadionpassage holte Armellini Ferrari ein und lieferte sich ein intensives Duell mit Busin. Erst der finale Spurt mit einer perfekten Scherenbewegung entschied das Rennen zugunsten von Armellini – um wenige Zentimeter vor Busin. Ferrari sicherte sich zunächst Rang drei vor Thomas Rinner und Stefano Mich (zeitgleich). Nach Abschluss der Flower Ceremony folgte jedoch die Wende: Die Jury disqualifizierte Ferrari wegen unerlaubten Skatings in der klassischen Technik. Damit ging Bronze offiziell an Thomas Rinner vor den Brüdern Mich.

Auf diesen Loipen ist Dietmar Nöckler groß geworden, und heute hielt die Familie die Fahne hoch: Bruder Ivo Nöckler belegte Rang acht, Vater Friedrich Nöckler (Jahrgang 1953) wurde starker 39. und ließ dabei sogar einen Athleten des Jahrgangs 2002 hinter sich – Chapeau!

Beim Frauenrennen überzeugte Malin Börjesjö mit taktischer Reife. Sie kontrollierte das Rennen an der Spitze, ließ Kettunen hoffen und setzte sich im Finale erneut entschlossen ab. Im Ziel betrug ihr Vorsprung 42 Sekunden. Freude und ein Hauch von Enttäuschung lagen bei ihr nah beieinander: Während sie siegte, musste ihr Lebens- und Teampartner Lorenzo Busin mit Rang zwei Vorlieb nehmen. Emma Ivarsson sicherte sich Platz drei (+3:21) nach einem langen Duell mit der Österreicherin Anna Schmidhofer (zeitgleich). Beste Italienerin wurde Anna Giordan auf Rang fünf.

Streckenänderung

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

aufgrund der aktuell begrenzten Schneeverfügbarkeit wird die Strecke der 49. Ausgabe der Toblach–Cortina angepasst.

Auch wenn die Wetterbedingungen der vergangenen Wochen eine Herausforderung darstellten, ermöglicht die hervorragende Beschneiung der Pisten mit Kunstschnee, dennoch einen sehr gut präparierten und attraktiven Rundkurs, auf dem die Rennen regulär stattfinden können. Dank des großen Engagements und der professionellen Arbeit der vergangenen Wochen freuen wir uns sehr, bestätigen zu können, dass beide Rennen wie geplant stattfinden, wenn auch über eine verkürzte Distanz.

Die aktualisierte Strecke sowie das überarbeitete Rennprogramm sind ab sofort auf unserer Website verfügbar. Bitte informieren Sie sich dort über alle Details und eventuelle Änderungen.

Unser Dankeschön für Ihre Treue:
Als besonderes Zeichen der Wertschätzung hat das Organisationskomitee beschlossen, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser 49. Ausgabe einen Rabatt von 20 % auf das Startgeld der 50. Ausgabe zu gewähren. Diese Jubiläumsausgabe „50 Jahre Volkslauf Toblach-Cortina“ findet am 6.–7. Februar 2027 statt.

Vielen Dank für dass Vertrauen und dafür, dass Sie Teil unserer Geschichte sind.
Wir sehen uns auf den Loipen! 

Volkslanglauf Toblach-Cortina ändert Datum

Neuer Termin für den Volkslanglauf: Rennen am Samstag, 17. und Sonntag, 18. Januar 2026

Der Volkslanglauf Toblach–Cortina geht am Wochenende des 17. und 18. Januar in seine 49. Ausgabe – zwei Wochen früher als gewohnt, um den Sicherheitsvorgaben im Hinblick auf die Olympischen Spiele von Mailand/Cortina 2026 gerecht zu werden.
Im Zuge der Vorbereitungen auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026, die unter anderem in Südtirol und dem Veneto stattfinden, werden die Sicherheitsanforderungen erhöht. Laut den Bestimmungen des Regierungskommissars fällt das Gebiet, in dem der Volkslauf Toblach–Cortina traditionell Anfang Februar ausgetragen wird, im Zeitraum vom 26. Januar bis 24. Februar in die sogenannte „rote Zone“. In diesem Zeitraum ist die Durchführung jeglicher Sportveranstaltungen untersagt.

Die Anmeldung zum 49. Volkslauf Toblach-Cortina öffnet am Sonntag, 20. April, online. Einen Monat lang – bis Dienstag, den 20. Mai – gilt ein attraktiver Frühbucherpreis: 60 € pro Einzelrennen, 120 € für die Kombinationswertung, die zusätzlich mit einem hochwertigen Extra-Geschenk belohnt wird. Teilnehmer, die sich bereits einen Startplatz gesichert haben, können diesen entweder auf das neue Datum übertragen lassen oder eine vollständige Rückerstattung der Teilnahmegebühr beantragen

Folie gewinnt 31km Skating – Lepistö holt Rennen und Kombination

48. Ausgabe, die auch Ski Classics Challengers war, ein großer Erfolg. Viel Sonnenschein im Ziel in Fiames (BL) und eine großartige Atmosphäre – Organisatoren sehr zufrieden

Die Sonne küsst die Schönen! Beim Volkslauf Toblach-Cortina sorgte die 31 km lange Strecke im freien Stil, die exakt der gestrigen Strecke im von Spannung geprägten Rennen im klassischen Stil entsprach, für ein schnelleres Rennen – dank der Sonne, die sich wieder blicken ließ und das UNESCO-Welterbe der Dolomite in strahlendes Licht tauchte. Gegen 10 Uhr, der Startzeit in der Nordic Arena in Toblach, schien der ergiebige Schneefall von gestern nur noch eine Erinnerung zu sein. Ylvie Folie (ITA) und Lauri Lepistö (FIN), die als erste die Ziellinie in Fiames überquerten und sich damit in die ohnehin schon lange Ehrenliste eintrugen, wird das Rennen jedenfalls so oder so in guter Erinnerung bleiben.

Nach dem Start an der Nordic Arena führte die Strecke entlang des Toblacher Sees, des Kriegsfriedhofs und des Landro-Sees, die von einem leichten Nebelschleier umhüllt waren. Hier gab es im Männerrennen bereits eine erste Selektion. Alev, Eklöf, Lodl, Lepistö, Fanton, Lipsanen, Galli, Olex, sowie die beiden Südtiroler Rinner und Amhof – gefolgt von weiteren Athleten – hatten sich bereits einen beachtlichen Vorsprung auf die Verfolger erarbeitet. Beim Durchqueren des Nationalparks Drei Zinnen waren noch sieben Läufer an der Spitze. Als das Feld das Val Fonda und das Gemärk erreichte, war die Sonne bereits unerbittlich. Die Führungsgruppe stürzte sich mit hoher Geschwindigkeit in die Abfahrt, einschließlich des charakteristischen Abschnitts durch die Tunnel. An diesem Punkt setzten sich der Italiener Paolo Fanton, Lepistö, der Schwede Eklöf und der Este Alev ab.

Das Ziel in Fiames (BL), nur wenige Schritte von Cortina entfernt, sorgte einmal mehr für ein spannungsgeladenes Finale. Lepistö und Alev hatten dabei mehr Kraftreserven als Fanton und Eklöf, die um den dritten Platz kämpften. Die Enttäuschung des Trentiner Langläufers verwandelte sich nach wenigen Minuten in Freude: Zunächst auf Rang vier gewertet, brachte das Zielfoto die erlösende Nachricht – Fanton holte doch den dritten Rang, während Eklöf sich geschlagen geben musste. Der stärkste Finisher war jedoch Lepistö, der bereits gestern Dritter über die 31 km im klassischen Stil wurde: „Alev fragte mich, ob ich mit ihm zusammenarbeiten wolle, und ich stimmte zu. Wir konnten zwei Kilometer vor dem Gemärk eine Lücke reißen. Wir waren noch zu viert, und ich wusste, dass ich im Finale gute Chancen habe.“

Bei den Frauen feierten die Südtirolerinnen Ylvie Folie und Julia Kuen einen Doppelsieg. Die beiden, die im Ziel etwa eine Minute voneinander getrennt waren, freuten sich im Zielgelände gemeinsam. Bei den Frauen wurde die Selektion sehr früh getroffen, bei km 3 waren es bereits nur mehr fünf Athletinnen: neben den beiden Südtirolerinnen waren das Bepoix (3.), Hutter und Koenig. Als Folie beschloss, das Tempo zu erhöhen, und zwar im Abschnitt vom Nationalpark Drei Zinnen ins Gemärk, konnte niemand mit ihr mithalten, auch dank der Hilfe eines männlichen Athleten. Sie baute einen Vorsprung von 35“ bis zur Abfahrt auf. „Ich habe versucht, in dem Teil, in dem die Strecke etwas anstieg, mich abzusetzen, und dann den Vorsprung in der Abfahrt zu halten. Ein Mann hat mir geholfen, das Tempo hochzuhalten“, erklärte die siegreiche Vinschgerin Folie.

Die Kombinationswertung sicherte sich der heutige Sieger Lauri Lepistö (FIN) vor Eklöf (SWE) und Rinner (ITA). Bei den Damen gewann Hilda Löf (SWE) vor Anna Happ (GER) und Nicole Donzallaz (SUI).

Das Organisationskomitee des Volkslaufs Toblach-Cortina, angeführt von Präsident Herbert Santer und Vizepräsident Igor Gombac, konnte dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher Freiwilliger eine weitere erfolgreiche Ausgabe – die 48. insgesamt – abschließen. Fast 200 Helfer waren mit Herz und Engagement dabei, um Verpflegungspunkte, Kleidertransport und eine perfekte Strecke zu garantieren. „Ohne die Freiwilligen, die Athleten und die Medien wäre all das nicht möglich. Ein herzliches Dankeschön“, betonte der Präsident des OK.

Die Vorfreude auf die nächste Ausgabe ist schon groß! Bald werden auf RAI Sport die zwei halbstündigen Zusammenfassungen der Wettbewerbe ausgestrahlt.

Nygaard & Börjesjö: Wer sonst?

Startschuss des Rennens der Ski Classics Challengers-Serie in Toblach, Nygaard (NOR) und Börjesjö (SWE) gewinnen das 31-km-Rennen in der klassischen Technik.

Das Organisationskomitee feiert die Eröffnung mit ein wenig Neuschnee, große Party im Zielbereich von Fiames-Cortina d’Ampezzo – morgen folgt das 31-km-Freistilrennen

Ein Spektakel aus anderen Zeiten! Vielleicht könnte der Eröffnungstag des 48. Volkslaufs Toblach-Cortina so beschrieben werden. Die 31 Kilometer lange Strecke mit dem Start in der Nordic Arena in Toblach führte durch die faszinierenden Orte des Hochpustertals und des Ampezzaner Gebiets, sowie durch die Tunnel der ehemaligen Dolomitenbahn: ein Schauspiel, das durch den Schneefall noch beeindruckender wurde. Der Schneefall setzte bereits Stunden vor dem Start um 10 Uhr ein, bedeckte Bäume und Landschaft, machte die Strecke aber auch extrem anspruchsvoll. Am Ende kürten sie Andreas Nygaard (NOR) und Malin Börjesjö (SWE) zu den Siegern.

Im Rennen der Herren ging es aufgrund der Schneefälle gemächlich zu. Wegen des langsamen und wenig gleitfähigen Schnees, setzten die Langläufer darauf, in den Windschatten anderer Langläufer zu gelangen. Nur der Schwede Ekloef versuchte auf dem harten Streckenabschnitt in der Nähe des Naturparks Drei Zinnen Tempo zu machen, konnte sich jedoch nicht absetzen. So bildete sich eine Gruppe von 19 Athleten mit allen Favoriten, darunter neun Italiener. Im Gemärk gelang es 13 von ihnen, einen kleinen Vorsprung von 12 Sekunden auf die Verfolger herauszuarbeiten. Anschließend ging es bergab Richtung Ziel in Fiames, wo einige Athleten, darunter der Südtiroler Amhof, wieder aufschließen konnten – begünstigt durch den sehr langsamen Schnee, der die Führenden bremste. Eine Sprintentscheidung war unvermeidlich, und hier zeigte Andreas Nygaard erneut seine ganze Stärke. Der frischgebackene Marcialonga-Sieger überquerte als Erster die Ziellinie und gewann den Sprint vor dem Wahl-Trentiner Francesco Ferrari sowie dem Finnen Lauri Lepistö, der im Fotofinish Publikumsliebling Dietmar Nöckler auf Platz vier verwies. Auch Lorenzo Busin lieferte eine starke Leistung ab und verpasste als Fünfter das Podium nur um wenige Zentimeter.

„Ich bin sehr glücklich, ich wollte heute unbedingt gewinnen, nachdem ich letztes Jahr um Haaresbreite geschlagen wurde und Zweiter wurde. Heute war es unmöglich, das Feld zu selektieren, und durch das langsame Tempo bekam ich sogar Krämpfe“, erklärte der norwegische „Pirat“ Nygaard mit dem Siegeskranz um den Hals.

Ganz anders verlief das Damenrennen, in dem sich bereits nach den ersten drei Kilometern eine sechs Athletinnen starke Spitzengruppe absetzte. Die Schwedin Börjesjö sorgte auf den leicht ansteigenden Abschnitten für klare Verhältnisse, was sie auch ihrem ausgezeichneten Material verdankte, wie sie nach dem Rennen zugab. Im Gemärk (km 21) hatte sie bereits 34 Sekunden Vorsprung auf die erste Verfolgerin, die Norwegerin Oda Nerdrum. Zu diesem Zeitpunkt, mit nur noch 10 km Abfahrt vor sich und in Begleitung männlicher Athleten, war ihr Sieg so gut wie sicher. Beinahe wäre die Vorjahressiegerin Heli Heiskanen (FIN) zusammen mit der Österreicherin Anna Schmidhofer noch an die Norwegerin Nerdrum herangekommen, doch diese verteidigte ihren zweiten Platz souverän.

„Heute hat mein Team großartige Arbeit geleistet. Ich hatte nicht geplant, einen Vorsprung herauszufahren, aber ich fühlte mich bergauf stark und habe einfach weiter Gas gegeben. Ich wusste, dass mir die Abfahrt liegt, und es war ein großartiges Gefühl, sie als Führende zu bestreiten“, erklärte die Schwedin.

Im Ziel warteten auf alle „Finisher“, die die Strecke von Toblach nach Fiames-Cortina bewältigten, Medaillen aus Metall mit einer persönlichen Gravur.

Das Organisationskomitee unter der Leitung von Herbert Santer zeigte sich begeistert von der Atmosphäre. Großer Dank gebührt den vielen freiwilligen Helfern aus Toblach und Cortina, die seit Wochen daran arbeiteten, eines der beliebtesten Rennen zu ermöglichen.

Morgen geht es weiter: erneut stehen 31 km an, diesmal in der freien Technik. Die Strecke bleibt die gleiche wie heute. Der Startschuss fällt um 10:00 Uhr in der Nordic Arena. Das Rennen gilt gleichzeitig als nationale Meisterschaft für Amateure und Master.

Pressekonferenz der großen Skilanglaufveranstaltungen in Toblach ein voller Erfolg.

Die Pressekonferenz wurde durch telefonische Grußworte des FISI-Präsidenten Roda und Ansprachen des FISIP-Präsidenten Paolo Tavian und des stellvertretenden FISI-Vizepräsidenten und Präsidenten der Stiftung Cortina Stefano Longo bereichert.

Die Tour de Ski, der 3 Zinnen Ski-Marathon und der Volkslanglauf Toblach-Cortina wurden durch die Worte der Organisatoren und die schönen Bilder auf der Leinwand vorgestellt.

Zu guter Letzt wurde die erste Ausgabe der PARA Skilanglauf-Weltmeisterschaften in Italien vorgestellt. Ehrengäste waren der Koordinator der PARA Skilanglaufmannschaft, Paolo Marchetti und der Weltcup-Athlet Giuseppe Spatola, der wenige Stunden zuvor aus Norwegen eingetroffen war.

Hier gehts zum Pressekit

Einschreibungen öffnen am 1. Juni mit den „Frühbucher“- Preisen.

Unter den ersten 100 angemeldeten Teilnehmern werden zehn personalisierte „Rucksack & Handtuch“-Sets verlost.

Der Zauber des Toblach-Cortina Volkslanglauf wird auch bei seiner 48. Auflage am Wochenende vom 1. und 2. Februar 2025 weitergehen. 

Bei der Ausgabe 2025 wird das beliebte Format beibehalten: Am Samstag, 1. Februar, nehmen die Anhänger der klassischen Technik den 42 km langen Lauf in Angriff, während am Sonntag, 2. Februar, die Fans der freien Technik die 35 km lange Strecke in Angriff nehmen. Beide Rennen starten auf dem Militärflughafen in Toblach und enden in Fiames, Cortina d’Ampezzo, vor der atemberaubenden Kulisse der Pomagagnon-Berge. Die Strecke führt über ikonische Passagen wie den malerischen Landro See und den Toblacher See, über das unvergleichliche Panorama der Drei Zinnen und den Cimabanche-Pass (1529 m).

Die Anmeldungen für den 48. Volkslanglauf beginnen am Samstag, den 1. Juni. Die Teilnehmer können sich online anmelden und von den speziellen Frühbucherpreisen profitieren, die den ganzen Juni über gelten: 65 € für das Rennen in klassischer Technik, 50 € für das Rennen in freier Technik und 115 € für beide.

Alle angemeldeten Teilnehmer erhalten ein besonderes Geschenk. Die Veranstaltung unterstützt auch junge Skifahrer mit dem Programm „30 for U23“, bei dem die Anmeldegebühren für Teilnehmer unter 23 Jahren um 30 € (60 € für beide Rennen) reduziert werden.